Stanzen und Umformen von Blechteilen

Bearbeitung von Metall-, Stahl-, Edelstahl-, Messing-, Aluminium- und Kupferteilen

 

Das Stanzen ist eine bewährte Form der Blechbearbeitung. Damit lassen sich Konturteile aus Stahl, Edelstahl, Messing, Aluminium und Kupfer kostengünstig, präzise und schnell herstellen – insbesondere in der Serienproduktion.

 

Das Stanzverfahren wird angewendet, um flächige Teile aus einem planliegenden Blech komplett oder teilweise herauszutrennen. Dabei setzt sich das Stanzwerkzeug aus einem Stempel für die Innenform sowie einer Matrize mit passender Öffnung zusammen. Sowohl Stempel als auch Matrize bestehen aus gehärtetem Werkzeugstahl.

 

Die Matrize wird für die Blechbearbeitung fest mit der Stanzmaschine verschraubt. Anschließend wird der Stempel von einem exakt geführten Werkzeughalter mit großer Kraft in die Matrize getrieben. Die an den Werkzeugkanten entstehenden Scherkräfte trennen das Metallblech, so dass der ausgestanzte Teil durch die hohle Matrize nach unten herausfällt.

 

Aufgrund des hohen Härtegrades von Metallblech müssen beim Stanzen große Kräfte zum Einsatz kommen. Diese lassen sich mit hydraulischen Vorrichtungen oder der Zentrifugalkraft rotierender Massen gewinnen. In der Industrie beträgt der Stanzdruck in der Regel zwischen zwei Tonnen und 800 Tonnen. Spezielle Hochleistungsmaschinen sind sogar in der Lage, mehrere tausend Tonnen Druck zu erzeugen. Unter anderem lassen sich mit Stanzmaschinen Flacheisen, Winkeleisen und Stangenmaterial schneiden, stanzen und ausklinken.

 

Das Stanzverfahren eignet sich besonders gut für die Massenfabrikation. Trotz des relativ hohen, jedoch recyclebaren Abfallanteils gibt es keine kosteneffizientere Methode zur Produktion kleiner Blechteile in großer Stückzahl. Auch für Durchbrüche oder Ausklinkungen an größeren Blechteilen präsentiert sich diese Bearbeitungsform besonders preisgünstig. Die automatische Zufuhr und Teilestapelung ermöglichen einen effektiven und schonenden Arbeitsprozess.